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Lawinenlagebericht des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung


Hinweis: für kurze Zeit leider noch ohne Grafikteil!

Lawinenprognosebericht - Lawinenwarndienst Oberösterreich
gültig für Mittwoch, 12.12.2018
herausgegeben am: 11.12.2018, 17:00 Uhr

Schlagzeile: Erhebliche Lawinengefahr durch umfangreichen, störanfälligen Triebschnee!

Ganztag: Lawinenproblem: Triebschnee

Gefahrenstufe:
Voralpen: 3, unter der Waldgrenze 2

Nordalpen: 3, unter der Waldgrenze 2

Gefahrenbeurteilung:
In den letzten Tagen haben sich durch ergiebigen Neuschnee und starken bis stürmischen Wind um Nordwest störanfällige Triebschneeablagerungen in allen Expositionen gebildet. Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem in Übergangsbereichen zu steilen, eingefrachteten Mulden und Rinnen sowie hinter Geländekanten. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich. Spontane Lawinen sind aus Steilhängen nicht auszuschließen. Auf frisch eingeschneiten, vergrasten und sehr steilen Hängen der mittleren und tiefen Lagen kann der Schnee direkt am Boden abgleiten.

Schneedeckenaufbau:
Je nach Höhenlage gab es während des Schneefallereignisses bisher in den mittleren Lagen rund 50 bis 60 cm und in den Hochlagen 100 cm, lokal auch mehr Neuschnee. Starker bis stürmischer Wind um Nordwest hat frische, labile und umfangreiche Triebschneeablagerungen gebildet, die dort, wo noch eine durchgehende Altschneedecke vorhanden war, nur ungenügend binden. Selbst innerhalb der Triebschneepakete können Schwachschichten eingelagert sein.

Bergwetter:
Über Nacht, am Vormittag und über Mittag kann es am Mittwoch noch zeitweise mäßig schneien. Erst am späteren Nachmittag wird es dann etwas auflockern. Der Wind ist in der Nacht noch stark, lässt dann aber bald nach. In 1500 m Höhe hat es minus 8 Grad und in 2000 m Höhe minus 12 Grad.
Am Donnertag ist es teilweise sonnig und weiterhin kalt.

Tendenz:
Weiterhin erhebliche Lawinengefahr. Die Störanfälligkeit des Triebschnees geht nur langsam zurück.

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