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Lawinenprognosebericht



gültig am: Freitag, 18.01.2019
herausgegeben am: 17.01.2019 17:15
 

Schlagzeile:
Über der Waldgrenze besteht noch erhebliche Schneebrettgefahr!
Ganztag

Voralpen: Zimnitzmassiv, Höllengebirge, Kasbergblock, Sengsengebirge, Reichraminger HG
Nordalpen: Gosaukamm, Dachstein, Totes Gebirge bis Haller Mauer

Waldgrenze

Waldgrenze
Was?
Problem(e)

Triebschnee

Gleitschnee
Wo?
bes. gefährdete Hangrichtung
Wie?
Auslösung

überwiegend durch geringe Zusatzbelastung

Lawinen lösen sich überwiegend spontan
Warum?
Schwachschicht

Schwachschicht im Übergang zum Altschnee
Tendenz
Europ. Lawinengefahrenskala
gering (1) mäßig (2) erheblich (3) groß (4) sehr groß (5)
Gefahrenbeurteilung
Die Lawinengefahr wird über der Waldgrenze noch als erheblich eingestuft. Hier sind verbreitet teils umfangreiche, ältere, von etwas Neuschnee von der Nacht zum Freitag überdeckte Triebschneeablagerungen vorhanden, die noch zu beachten sind. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist vor allem in den höheren Lagen, aber auch noch ab der Waldgrenze bereits bei geringer Zusatzbelastung weiterhin möglich. Aus höher gelegenen noch nicht entladenen Steilhängen sind nur vereinzelt noch spontane Lawinen möglich. In den tiefen und mittleren Lagen ist trotz den zurückgegangenen Temperaturen die Gleitschneeaktivität zu beachten.
Schneedeckenaufbau
Die Schneedecke konnte sich weiter gut setzen und somit festigen. In der Nacht zum Freitag gibt es nur wenige Zentimeter Neuschnee, der kleinräumig und lokal etwas verfrachtet wird und teils auf einer verharschten, oft auch windgepressten Altschneedecke zu liegen kommt. Ältere Triebschneeablagerungen enthalten vor allem in den Hochlagen noch Schwachschichten, die gestört werden können. Bis in die mittleren Lagen ist die Schneedecke im Inneren teils feucht. Verbreitet ist eine mächtige Schneedecke vorhanden, die stark windbeeinflusst und daher sehr unregelmäßig verteilt ist.
Bergwetter
Am Freitag stecken die Berge oft in Wolken und bis in die Mittagsstunden kann es auch noch ein wenig schneien. Im Lauf des Nachmittags lockern die Wolken langsam etwas auf, zeitweise kann die Sonne durchscheinen. In den Hochlagen weht am Vormittag noch starker und eisig kalter Nordwestwind, am Nachmittag lässt der Wind nach. In 1500 m Höhe hat es um -10 Grad, in 2000 m um -14 Grad. Am Samstag wird die Sonne immer wieder von hohen und mittelhohen Wolken verdeckt. Die Verhältnisse sind aber nicht schlecht und es bleibt trocken, bei nur mäßig starkem Wind aus östlicher Richtung. In 1500 m Höhe hat es -4 Grad, in 2000 m -7 Grad.
Gefahrentendenz
Die Lawinengefahr geht weiter zurück und die Triebschneesituation entspannt sich.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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