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Lawinenlagebericht des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung



Herausgegeben am: 21.01.2018  Uhrzeit: 07:45

Schlagzeile: Weiterer Schneefall und Windeinfluss lassen die Lawinengefahr im Tagesverlauf auf groß ansteigen!
Gefahrenbeurteilung
Heute Sonntag wird die Lawinengefahr anfangs unverändert ab den mittleren Lagen als erheblich eingestuft und steigt dann im Tagesverlauf aufgrund der erwarteten intensiven Schneefälle und neuen Verfrachtungen ab der Waldgrenze auf groß an. Weiterhin sind Bereiche wie kammnahe und -ferne Steilhänge nord- über ost- bis südseitig, stark verfüllte steile Mulden sowie Rinnen aller Expositionen und Übergänge von weniger zu mehr Schnee Gefahrenstellen und eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich, nachmittags lokal auch wahrscheinlich. Mit der Höhe nehmen die Gefahrenstellen auch zu. Selbst lichte Bergwälder sind stark eingeweht. Es herrschen ungünstige Verhältnisse und es ist viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung erforderlich und es wird zu großer Vorsicht geraten. Mit den Neuschneemengen und dem Anwachsen der Triebschneeablagerungen nimmt auch die spontane Lawinenaktivität von Locker- und Schneebrettlawinen deutlich zu.

Schneedeckenaufbau
In den letzten 24 Stunden hat es weiteren Schneefall gegeben, der den ganzen Tag anhält. Die jetzige Schneefallperiode brachte somit ab den mittleren Lagen schon bis zu 1,4 m Neuschnee. Die Schneedecke konnte sich durch das Eigengewicht und zeitweise etwas Sonne setzen und bindet etwas besser, es gibt aber wieder neue Verfrachtungen. In den frischen und älteren Triebschneepaketen sind Schwachschichten eingelagert, die leicht zu stören sind. Im Übergang zur Altschneedecke sind teils Oberflächenreif, Graupel und Harsch-/Eisschichten eingelagert. Die Schneedecke ist sehr unregelmäßig verteilt, stark oder komplett abgeblasene Grate und Kämme sind neben mit viel Triebschnee gefüllten Mulden, Rinnen und Steilhängen vorhanden.

Bergwetter
Heute Sonntag schneit es im Bergland verbreitet und zeitweise stark. Der Wind um Nordwest ist stark, in den Hochlagen ab Mittag auch stürmisch. In 1500 m Höhe hat es minus 6 Grad, in 2000 m Höhe minus 10 Grad. Morgen Montag gibt es weiter dichte Wolken und es breitet sich anhaltender Schneefall von Westen her aus. Es wird milder mit zu Mittag minus 4 Grad in 1500 m Höhe, am Abend 0 Grad. In 2000 m Höhe steigt die Temperatur zum Abend hin auf minus 2 Grad. Auf den Bergen weht auch starker West bis Nordwestwind.

Gefahrentendenz
Die Lawinensituation bleibt durch zum Teil weitere erhebliche Neuschneemengen auf den Bergen unverändert sehr angespannt und verbreitet auf groß.

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