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Lawinenprognosebericht



gültig am: Mittwoch, 16.01.2019
herausgegeben am: 15.01.2019 17:00
 

Schlagzeile:
Vorsicht im Varianten- und Tourenbereich durch erhebliche, teils große Lawinengefahr!
Ganztag

Voralpen: Zimnitzmassiv, Höllengebirge, Kasbergblock, Sengsengebirge, Reichraminger HG
Nordalpen: Gosaukamm, Dachstein, Totes Gebirge bis Haller Mauer

Waldgrenze

Waldgrenze
Was?
Problem(e)

Triebschnee

Nassschnee
Wo?
bes. gefährdete Hangrichtung
Wie?
Auslösung

überwiegend durch geringe Zusatzbelastung

Lawinen lösen sich überwiegend spontan
Warum?
Schwachschicht

Schwachschicht innerhalb frischer Schneeauflage
Tendenz
Europ. Lawinengefahrenskala
gering (1) mäßig (2) erheblich (3) groß (4) sehr groß (5)
Gefahrenbeurteilung
Die Lawinengefahr wird als erheblich, über der Waldgrenze teils noch als groß eingestuft. Besonders in den höheren Lagen, teils aber bereits ab der Waldgrenze ist der zuletzt gebildete, umfangreiche, labile und somit störanfällige Triebschnee noch zu beachten. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist hier bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich/teils noch wahrscheinlich. Aus höher gelegenen noch nicht entladenen Steilhängen sind vereinzelt noch größere spontane Lawinen möglich. In den tiefen und mittleren Lagen sind durch die milderen Temperaturen und Sonneneinstrahlung vermehrt Nassschneelawinen und weiterhin Gleitschneelawinen möglich.
Schneedeckenaufbau
Am Dienstag haben die Schneefälle nachgelassen bzw. aufgehört und nur mehr einige Zentimeter Neuschnee gebracht. Ab der Waldgrenze, vor allem aber in den Hochlagen ist aber umfangreicher störanfälliger Triebschnee vorhanden, der zum Teil auf einer weicheren, lockeren Schicht liegt und schlecht bindet. Die Altschneedecke selbst ist schon deutlich gesetzt und hat sich somit verfestigt. In den tiefen und mittleren Lagen ist die Schneedecke im Inneren teils nass bzw. feucht bzw. wird sie durch die Sonne und milde Temperaturen zusätzlich oberflächig angefeuchtet. Für diese Jahreszeit liegt in allen Höhenlagen außergewöhnlich viel Schnee.
Bergwetter
Am Mittwoch scheint im Bergland häufig die Sonne. Es weht schwacher bis mäßig starker Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Es wird deutlich milder. In 1500 m Höhe steigt die Temperatur von -2 auf 4 Grad, in 2000 m Höhe hat es um -1 Grad. Für Donnerstag kündigt sich vorerst sonniges Wetter an. Der Wind weht meist nur schwach bis mäßig stark. In 1500 m Höhe hat es um 0 Grad, in 2000 m um -3 Grad.
Gefahrentendenz
Die Lawinengefahr geht weiter langsam zurück.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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