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Jahr 2018  - Hydrologische Charakteristik

vorläufige Werte

Niederschlag und Lufttemperatur

StationenNZ(N)[mm]%NZ(T)°CDiff.
Braunau82871987 %8,311,12,8
Ried im Innkreis93270275 %7,911,03,1
St. Peter am Wimberg87878589 %7,29,52,3
Grieskirchen88968377 %8,710,82,1
Linz-Wasserwerk83157769 %9,111,12,0
Bad Ischl1678130178 %8,210,11,9
Gmunden1161100787 %8,510,21,7
Kirchdorf110198890 %8,410,92,5
Mauthausen75160881 %9,111,52,4
St. Pankraz1424133694 %6,99,62,7
Lasberg69065395 %6,79,42,7
*** Durchschnitt ***101585184 %8,110,52,4

Das Jahr 2018 war in jeder Hinsicht eines der extremsten seit Beginn der Beobachtungen. Dem drittwärmsten Jänner der Messgeschichte folgten 2 kalte Monate, dann der zweitwärmste April, der viertwärmste Mai, der sechstwärmste Juni, der fünfzehntwärmste Juli, der fünftwärmste August, ein in Summe warmer September, dann der zehntwärmste Oktober, der zwölftwärmste November und der fünfundzwanzigswärmste Dezember. Das Jahresmittel von +2,4 °C über der Normalzahl ergab natürlich das weitaus wärmste Jahr der 252-jährigen Messgeschichte.
Beim Niederschlag war die Wettersituation ebenfalls sehr extrem. 3 Monate mit Regenüberschuss standen 8 Monate mit deutlichen Unterschreitungen gegenüber. Der September wies in etwa Normalwerte auf. Die hohen Temperaturen in Verbindung mit den geringen Niederschlägen führten nicht nur zu sehr niedrigen Grundwasserständen, sondern auch zu massiven Dürreschäden in der Landwirtschaft. In Summe lag Oberösterreich bei 84 % der Niederschlagsnormalzahl, die räumliche Verteilung war allerdings sehr unterschiedlich. Während in den südlichen Landesteilen die Erwartungswerte beinahe erreicht wurden, so lagen die Jahressummen des Niederschlags im Inn- und Hausruckviertel und im Zentralraum nur bei 65 - 75 %.


Grundwasser

Abstichmaße in cm - Jahresreihe (1980-2008) für NW, HW und MW
StationenNWHWMWJAHR
Inngebiet / Jahrsdorf, BR 2.02703534663671
Eferdinger Becken, BL 52.04464245430442
Linzer Feld, BR 22.10443255400430
Welser Heide, BR 21.09975814915944
Vöcklagebiet, BR 10.02400125315334
Nördl. Machland, BR 92.1559769541557

Das Grundwasserjahr begann mit kräftig steigenden Spiegellagen, wobei der Höchststand des Jahres bereits Ende Jänner erreicht wurde. Er lag knapp über den langjährigen Mittelwerten. Von diesem Zeitpunkt an wurden bis Ende November nur fallende Grundwasserstände registriert. Die starken Niederschläge der letzten Dekade des Novembers und des gesamten Dezembers reichten immerhin dazu aus, die Spiegellagen auf das Mittelwasser anzuheben. Im Jahresmittel lag 2018 nur knapp über den tiefsten bisher gemessenen Niederwasserjahren von 1972, 1973 und 2011.


Legende:
NZ(N) ... Normalzahl des Niederschlags
[mm] ... Millimeter Niederschlag (1 mm entspricht 1 Liter/m²)
% ... in Prozent zur Normalzahl
NZ(T) ...Normalzahl der Lufttemperatur
°C ... durchschnittl. Lufttemperatur in Grad Celsius
Diff. ... Differenz der Lufttemperatur im Monat zur Normalzahl
BR ... Brunnen
BL ... Bohrloch
NW ... Niederwasserstand
HW ... Hochwasserstand
MW ... Mittelwasserstand
MONAT ... Mittelwert des betroffenen Monats
JAHR ... Mittelwert des betroffenen Jahres

Wenn Sie Fragen an den Hydrographischen Dienst haben, erreichen Sie diesen zu den Amtsstunden bzw. ab Erreichen der Alarmstufe "Vorinformation" ist die Hochwasserwarnzentrale durchgehend besetzt:

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