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Bad Zell


Verleihung des Marktwappens am 16. Juni 1534 durch den Administrator des Bistums Regensburg, Johann III., Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Bayern, zugleich mit der Bestätigung "lang hergebrachter freihaiten und gerechtigkaiten" (ainen roten Schilt, darinnen ain zellel oder clausen und ober des zellel zwen schlüssl creizweiß ybereinander geschlossen, von weißer farb). - Erster Nachweis des Wappens im Siegel mit der Umschrift S . D . MARCKHS . Z . ZEL . IM . ACHLAND, Abdruck auf einem Entlassschein vom 7. November 1608. - Unter den Salburgern, Inhaber der Herrschaft von 1642-1811, siegelten Richter und Rat nach 1780 - infolge der starken Beschränkung der Rechte und Freiheiten des Marktes - mit dem Mittelstück aus dem gevierten Wappen der Grafen (flugbereiter Falke auf drei Quadersteinen), das alte Marktwappen geriet in Vergessenheit. Erst 1925 kam auf Grund neuer Forschungsarbeit durch Pfarrer Lambert Stelzmüller die ursprüngliche Form wieder zur Geltung. - Entwurf: Max Kislinger, Linz


Redendes Wappenbild zum Ortsnamen: Älteste Erwähnung mit dem Zeugen "Heinricus de Celle" in einer Urkunde für das Stift St. Florian vom 19. Oktober 1208. "Mönchszelle" als Niederlassung außerhalb der Klostergemeinschaft; hier Besiedlung im Zuge der Rodung des hochmittelalterlichen Landesausbaues von den Donauebenen aus nach Norden, um 1130 bis in das Gebiet um Zell. - Die gekreuzten Schlüssel verweisen als Attribut des hl. Petrus (Patron der Regensburger Domkirche und altes Siegelbild des Domkapitels) auf die bis zum Verkauf des Besitzes an Hilleprant Jörger 1536 währende bischöflich-hochstiftliche Grundherrschaft über den "markt zu Zell im Machland gelegen".

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